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Regionalen Schule "Ernst Moritz Arndt" Greifswald

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Kooperationsvereinbarung

zwischen der Universitäts- und Hansestadt Greifswald,
vertreten durch den Oberbürgermeister Herrn Dr. König
   
und der Aktion Sonnenschein M/V e.V.
vertreten durch den 1. Vorsitzenden Herrn Küttner
   
und der Regionalschule Ernst-Moritz-Arndt
vertreten durch die Schulleiterin Frau Leddin
   
und dem Gymnasium Alexander von Humboldt
vertreten durch den Schulleiter Herrn Burmeister
   
und der Montessorischule
vertreten durch den Schulleiter Herrn Kleemann
 

1.      Grundlagen der Zusammenarbeit

 

Ausgehend von den Vorgaben des Schulgesetzes wollen beide Schulträger ein gemeinsames attraktives Schulangebot schaffen und erhalten, dass von der 1. bis zur 10. Klasse reformpädagogische Elemente umsetzt.

Die Montessori-Grundschule mit angeschlossener Orientierungsstufe in freier Trägerschaft, sowie die Regionale Schule „E. M. Arndt“ und das Alexander- von -Humboldt-Gymnasium in Trägerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald schaffen durch eine vernetzte Zusammenarbeit zukünftig solch ein gemeinsames Angebot.

Durch die Kooperationsvereinbarung soll eine partnerschaftliche Zusammenarbeit gesichert werden.

Das Staatliche Schulamt Greifswald, die Servicesagentuer „ganztägig-lernen mv“, die Universität Greifswald und das P.R.I. Greifswald unterstützen die Kooperationsvereinbarung.

 

1.1.1        Schulen

 

Die Vereinbarung unterstützt die Schulentwicklung und Zusammenarbeit der Montessori-Grundschule mit angeschlossener Orientierungsstufe sowie des Alexander - von - Humboldt-Gymnasiums und der Regionalen Schule „E. M. Arndt“.

 

1.1.1        Schulträger

 

Die Aktion Sonnenschein ist Träger einer Ersatzschule, welche für Familien in und um Greifswald ein reformpädagogisches Schulangebot von der 1. Klasse bis zur 6. Klasse vorhält.

Die Hansestadt Greifswald ist Schulträger des A.-v.-Humboldt-Gymnasiums und der Regionalen Schule „E. M. Arndt“. Mit dem Aufbau von „Klassen mit reformpädagogischem Profil“ schafft die Hansestadt Greifswald ein besonderes Angebot im Rahmen der Sekundarstufe I für Familien in und um Greifswald.

 
2.  Ziel der Kooperationsvereinbarung
 

Mit der Kooperation einer Schule in freier Trägerschaft und zweier kommunaler Schulen soll für Familien der Region ein attraktives Schulangebot geschaffen werden. Mit dem Schuljahr 2007/08 können Schüler der Klassenstufen 7 das reformpädagogische Profil von Klassen in kommunalen Schulen nutzen. In den Folgejahren wird dieses Angebot bis zum 10. Schuljahr erweitert.

Auf der Grundlage des Konzeptes „Auf dem Weg zur Selbstständigen Schule“ des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in MV wird die Eigenständigkeit der Schulen im Verständnis einer partnerschaftlichen Kooperation gestärkt.

Im Rahmen der Kooperation verpflichten sich beide Schulträger, die räumlichen, sächlichen und personellen Voraussetzungen entsprechend ihrer Möglichkeiten zu schaffen. Diese werden im Zuge der gemeinsamen Beratungen (s. 3.2) konkretisiert, bei Bedarf fortentwickelt und als Anhang der Kooperationsvereinbarung beigefügt. Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald berücksichtigt bei ihrer künftigen Schulstandortplanung den Inhalt dieser Kooperationsvereinbarung. In einer gemeinsamen Konzeption der Schulen werden die Rahmenbedingungen konkretisiert. Gemeinsam werden beide Schulträger auch die inhaltliche Arbeit begleiten und Fortbildungsangebote wechselseitig unterstützen.

 
3.    Organisation der Zusammenarbeit

3.1  Koordinatoren

 

Beide Partner benennen verbindliche Koordinatoren für die Zusammenarbeit:

Für die Universitäts- und Hansestadt Greifswald:              Herr Petschaelis, Amtsleiter des Schulverwaltungs- und Sportamtes

Für die Regionalschule Ernst-Moritz-Arndt                       Frau Leddin, Schulleiterin

Für das Gymnasium Alexander von Humboldt                  Herr Burmeister, Schulleiter

Für die Aktion Sonnenschein M/V. e.V.                          Herr Küttner, 1. Vorsitzender, „Aktion Sonnenschein“

                                                                                      Herr Kleemann, Schulleiter, Montessorischule

 

3.2 Gemeinsame Beratungen

 

Es wird ein jährliches Informations- und Strategiegespräch zwischen den Vertragspartnern geführt, um die Zusammenarbeit konzeptionell weiter zu entwickeln. Zu diesem Gespräch werden auch die zuständigen Schulräte und Vertreter der begleitenden Fortbildungseinrichtungen eingeladen.

 

4.   Inhalte der Zusammenarbeit

4.1 Grundsätze der Arbeit in den Klassen mit reformpädagogischen Profil

 
Folgende Grundsätze sind in der Arbeit in den Klassen mit reformpädagogischen Profil zu beachten

·        Arbeit in fächerübergreifenden und fächerverbindenden Unterrichtsformen, welche in der Wochen- und Jahresplanung zu verankern sind

·        Arbeit in Unterrichtsformen, welche den Schülern Verantwortung und Freiraum übertragen (Freiarbeit, Projektarbeit, Werkstattprinzip u. a.)

·        Rhythmisierung der Tages- und Wochenpläne

·        Klassenraumprinzip bis Klasse 9; vorbereitete Lernumgebung

·        Bewertung neben der Zensierung mit Pensenbuch und Portfolio

·        Arbeit in festen Lehrerteams mit regelmäßigen Teamsitzungen

·        Zusammenarbeit mit Partnern im Bereich Erziehung

·        Stärkung der Beziehungen innerhalb der Klassen, zwischen Lehrern und Schülern und Lehrern und Eltern

·        Praxisnähe und Berufsorientierung

·        Zusammenarbeit der Lehrerteams der beteiligten Schulen

·        Qualität durch mehr Freiraum und mehr Verantwortung für die Bereiche

Unterrichtsentwicklung, Personalentwicklung, Personalmanagement, Qualitätsmanagement, sowie Budgetierung auf der Grundlage des Konzeptes zur Selbstständigen Schule in Mecklenburg-Vorpommern

 

4.2 Übergang der Schüler von der Orientierungsstufe an die weiterführenden Schulen

 

Die Aktion Sonnenschein führt in Greifswald die Montessori-Schule zweizügig bis zum 6.Schuljahr. Zu Beginn des 6. Schuljahres informieren Vertreter der Lehrerteams der Montessori-Schule, des A.-v.-Humboldt-Gymnasiums und der Regionalen Schule E.-M.- Arndt gemeinsam die Eltern über das Angebot der „Klassen mit reformpädagogischem Profil“ an den weiterführenden Schulen der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Die Montessori-Grundschule mit angeschlossener Orientierungsstufe unterstützt aktiv das Anliegen, die Schüler möglichst geschlossen in den an den beiden genannten weiterführenden Schulen zu bildenden Klassen mit reformpädagogischen Profil zu beschulen.

Bis zum jeweiligen Stichtag melden die Eltern der Schüler im 6. Jahrgang der Montessori-Schule ihre Kinder nach §66 SchulG bei einer weiterführenden Schule an.

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass eine gymnasiale Klasse in der Bandbreite (24-30 Schüler) des Gymnasiums aus den ca. 40 Schulabgängern der Montessori-Schule gebildet werden kann.

Das A.-v.-Humboldt-Gymnasium führt ab dem Schuljahr 2007/08 pro Jahrgang eine „Klasse mit reformpädagogischem Profil“, welche vorzugsweise aus Schülern der Montessori-Grundschule mit angeschlossener Orientierungsstufe, die die allgemeine Hochschulreife anstreben, besteht. Bei noch vorhandenen freien Plätzen können Schüler aus der Orientierungsstufe anderer Schulen in diese Klasse aufgenommen werden. Der Übergang zum Besuch des Gymnasiums wird von den zuständigen Lehrerteams der Montessori-Schule und des Humboldt-Gymnasiums, z.B. durch gemeinsame Dienstberatungen und Projekte, begleitet.

Die E. M. Arndt-Schule und die Montessori-Schule arbeiten im Bereich der Klassenstufen 5 und 6 eng zusammen. Mit einer fünften und einer sechsten „Klasse mit reformpädagogischem Profil“ der E. M. Arndt-Schule führen die Schüler der Montessori-Schule mindestens ein gemeinsames Projekt durch.

Am Ende der Klasse 6 verlässt ein Teil der Schüler die Regionale Schule, um ein Gymnasium zu besuchen. In diese „Klasse mit reformpädagogischem Profil“ werden die dadurch vorhandenen freien Plätze mit Schülern der Montessori-Schule, welche die Mittlere Reife oder die Berufsreife anstreben, besetzt. So kann diese Klasse vom 5. bis zum 10. Schuljahr durchgängig geführt werden.

Die Klassenbildung ist an beiden kommunalen Schulen an die Unterrichtsversorgungsverordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (UntVer VO M-V) in der jeweils geltenden Fassung gebunden. Aus diesem Grund ist in die Vorbereitung des neuen Schuljahres das zuständige Schulamt einzubeziehen.

 

5.  Fortentwicklung der Kooperation

 

Zur inhaltlichen Fortentwicklung der Kooperation stellt die Schulleitung des A.-v.-Humboldt-Gymnasiums dem in den Klassen mit reformpädagogischer Orientierung arbeitenden Lehrerteam drei Anrechnungsstunden vorbehaltlich der Stundenzuweisung durch das Staatliche Schulamt zur Verfügung. Die „Aktion Sonnenschein“ stellt im gleichen Umfang ebenfalls Mittel zur Verfügung.

Die Regionale Schule E. M. Arndt verwendet für das Lehrerteam Stunden aus dem Zusatzbedarf der Ganztagsschulversorgung. Der realisierbare Umfang wird jährlich neu bestimmt.

Diese Mittel werden vorzugsweise für die Planung, Durchführung und Auswertung von Projekten, die Jahresplanung, für Supervision und die Fortbildung der Lehrerteams eingesetzt.

Die drei beteiligten Schulen nutzen die Erkenntnisse aus der Arbeit mit den Klassen mit reformpädagogischer Orientierung für die Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit an ihren jeweiligen Schulen.

 

6.  Gültigkeit der Kooperationsvereinbarung

 

Die Vereinbarung gilt ab dem Schuljahr 2007/2008. Sie verlängert sich automatisch, wenn zum Ende des 1. Schulhalbjahres keine der beiden Parteien die Vereinbarung zum Ende des laufenden Schuljahres kündigt.

 

Greifswald, den ……………..

   
Dr. König Küttner
Universitäts- und Hansestadt Greifswald Aktion Sonnenschein M/V e.V.
   
Leddin Burmeister
Regionalschule Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Alexander von Humboldt
   
Kleemann  
Montessorischule  

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